10.05.2009
Warum bedarf es nach einer Hysterektomie einer HET ?
Nach einer totalen Hysterektomie und Salpingo-Oophorektomie (Gebärmutter- und einer beidseitige Eierstocks- und Eileiterentfernung) können Frauen eine HET brauchen. Unter diesem Zustand versteht man eine chirurgische Menopause.
Weil die Eierstöcke während der Hysterektomie mit entfernt wurden, wird ein Ersatz/ eine Unterstützung der weiblichen Geschlechtshormone (Östrogen und Progesteron) notwendig, die normalerweise von den Eierstöcken produziert werden.
Was versteht man unter einer Hormonersatztherapie (HET) ?
HET ist eine Behandlungsmethode, welche die Symptome, die viele Frauen während der Menopause haben, mildert. Es werden hierfür reguläre Dosen WEIBLICHER GESCHLECHTSHORMONE verabreicht, um einige der natürlichen Hormone, die während der Menopause abnehmen, zu ersetzen. Die zwei Haupthormone sind Östrogen und Progesteron.
Unter der Menopause versteht man die Zeit, in der die Regelblutung versiegt. Häufig handelt es sich um einen schrittweisen Prozess. Die Regelblutungen werden erst irregulär und enden dann ganz. Nach der Menopause produzieren die Eierstöcke keine Eizellen mehr. Außerdem produziert Ihr Körper weniger weibliche Hormone.
Die Menopause ist ein Teil des natürlichen Alterungsprozesses und keine Erkrankung. Bei vielen Frauen geht dieser Wechsel einfach von statten. Einige Frauen haben jedoch durch die Abnahme der Hormone, insbesondere durch den Abfall von Östrogen, Probleme. Bei diesen Problemen kann durch eine Behandlung, die manche der reduzierten Hormone ersetzt, geholfen werden.
Wenn Ihre Gebärmutter entfernt wurde, reicht es Östrogen alleine zu nehmen. Wenn die Gebärmutter nicht entfernt wurde, erhöht die alleinige Gabe von Östrogen das Risiko eine Krebserkrankung der Gebärmutter zu entwickeln. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen empfehlen Östrogen mit Progesteron zusammen einzunehmen, um dieses Risiko zu verringern.
Hormone können in Form von Tabletten eingenommen werden. Sie sind aber auch als Pflaster, Cremes, Scheidenzäpfchen, Scheidenringen oder als unter der Haut positionierte Kügelchen verfügbar.
Wann kann eine HET durchgeführt werden ?
Eine Hormonersatztherapie kann vor, während oder nach der Menopause erfolgen.
Es gibt 2 Arten von Menopause:
Menopausensymptome können für den Zeitraum einiger Wochen, einiger Monate oder manchmal über mehrere Jahre auftreten. Die HET ist sinnvoll folgende Symptome zu lindern:
Eine Hormontherapie kann auch angezeigt sein, wenn Sie ein signifikant erhöhtes Risiko für eine Osteoporose besitzen.
Manchmal wird eine Hormontherapie bei Frauen, die sehr früh (vor dem 40. Lebensjahr) in die Menopause kommen, nötig. Die durch einen plötzlichen Hormonmangel verursachten Symptome können nach einer frühen Menopause, die aus einer Entfernung der Eierstöcke oder der Gebärmutter und der Eierstöcke resultieren, sehr schwerwiegend sein.
Sie und Ihr behandelnder Arzt sollten die Vorteile und Risiken, die sich für Sie aus einer Hormontherapie ergeben, ausführlich diskutieren. Hierbei müssen Faktoren wie Ihr Alter, Ihre ethnische Herkunft, Ihre Familiengeschichte und Ihre Krankheitsanamnese berücksichtigt werden.
Welche Vorteile hat eine HET ?
Welche Risiken gibt es bei einer HET ?
Die Risiken einer HET beinhalten:
Welche Nebenwirkungen hat eine HET ?
Zu den Nebenwirkungen einer Hormontherapie können gehören:
Wenn Sie eine Kombinationstherapie aus Östrogen und Progesteron erhalten, bekommen Sie gewöhnlich Scheidenblutungen, wenn Sie die Therapie beenden oder wenn Sie sich in den Tagen im Zyklus befinden, an denen Sie keine Hormone nehmen.
Wenn Sie Östrogen und Progesteron jeden Tag in geringen Dosen einnehmen, verursachen die Hormone keine vaginalen Blutungen, außer vielleicht manchmal einige Blutflecken während der ersten 2 bis 3 Monate.
Wer sollte keine HET durchführen ?
Eine Hormontherapie ist bei Frauen, die unter folgenden Bedingungen oder Krankheiten leiden oder folgende Krankheitsanamnese haben, nicht angezeigt:
Sie sollten keine Hormone nehmen, wenn sie schwanger sind oder die Möglichkeit besteht, dass Sie schwanger sein könnten.
Raucher sollten eine Hormontherapie vermeiden. Rauchen erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall während Sie die Hormone einnehmen. Das Risiko steigt zusätzlich mit dem Alter und der Anzahl der Zigaretten pro Tag.
Wenn Sie unter einer der folgenden Erkrankungen oder Bedingungen leiden, sollten Sie die Effekte einer Hormontherapie auf diese Bedingungen ausführlich mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen: