10.05.2009

Laparoskopische Hysterektomie



Was passiert während dieses Verfahrens ?


Sie erhalten eine lokale oder allgemeine Narkose. Sie verhindert, dass Sie während der Operation Schmerzen spüren.

Sie erhalten eine Venenverweilkanüle in Ihren Arm über die Flüssigkeiten und Medikamente verabreicht werden.

Normalerweise wird ein kleiner Katheter (ein kleines Rohr) durch Ihre Urethra (Harnröhre) in der Harnblase plaziert. Über diesen Katheter fließt der Urin ab.

Ihre Bauchhöhle, in der sich die meisten Ihrer Bauch- und Becken-Organe befinden, wird mit Gas (CO2) aufgeblasen. Dadurch dehnt sich Ihre Bauchhöhle wie ein Ballon aus, so dass der Arzt besser Ihre Organe beurteilen kann.

Der Arzt macht einen sehr kleinen Schnitt (wie einen Strich) in den Bauch, über den das Laparoskop eingeführt wird. Durch das Laparoskop kann der Arzt sehen und Ihre Gebärmutter darstellen.

Über zwei weitere strichförmige Schnitte in Ihren Bauch, wird ein elektrisches Messer eingeführt, um die Gebärmutter haltenden Bänder und versorgenden Gefäße zu durchtrennen.

Dann werden die Blutgefäße verödet, so dass sie heilen und nicht bluten, das Laparoskop und die anderen Instrumente werden entfernt und die kleinen Schnitte verschlossen.

Nachfolgend macht der Arzt einen Schnitt durch die Scheide und trennt die Gebärmutter von der Scheide, indem sie am oberen Scheidengewölbe abgetrennt wird.

Dann wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt.

Wenn sich die Bänder, welche die Scheide umgeben durch fortschreitendes Alter oder Geburten gelockert haben, so kann die Scheidenwand rekonstruiert werden, indem die Bänder zusammengenäht werden.

Die Scheide wird mit den wiederhergestellten Bändern verbunden und das Scheidengewölbe vernäht.

Welche Vorteile hat diese Vorgehensweise ?

Durch dieses Verfahren entstehen nur kleine strichförmige Schnitte in Ihrem Bauch für das Laparoskop.

Das bedeutet für Sie weniger Schmerzen und Unannehmlichkeiten nach der Operation als es der Fall wäre, wenn die Gebärmutter durch einen Schnitt in der Bauchdecke entfernt wird.


Die Erholung findet schneller als bei Vorgehensweisen mit Bauchschnitt statt.

Sie können das Krankenhaus schneller verlassen.


Welche Risiken gehen mit dieser Methode einher ?

  • Es gibt geringe Risiken bei einer Narkose.
  • bei Nachblutungen kann eine nochmalige Operation notwendig sein.
  • Ihre Blase oder Ihr Enddarm können verletzt werden und operiert werden müssen.
  • Die Harnleiter, die von den Nieren zur Blase führen (Ureteren), können verletzt werden und operativ behandelt werden müssen.
  • Wenn es Schwierigkeiten während der Operation gibt, kann es notwendig werden, dass ein Bauchschnitt durchgeführt wird.
  • Sie können eine Infektion oder Blutung entwickeln.
  • Es kann sein, dass Ihnen schlecht ist und Sie erbrechen müssen.
  • Sie können eine Hernie (Bruch) am oberen Scheidengewölbe bekommen.
  • Oft verursacht das CO2 Gas, das benutzt wurde um Ihren Bauch aufzublasen, Schmerzen in den Schultern. Nach einigen Tagen Bettruhe geht dieser Schmerz normalerweise wieder vorüber.
  • Sie können Blutklumpen (Thrombose/ Embolie) in Ihren Beinen, dem Becken oder der Lunge entwickeln.

 

 

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